Workshopbeschreibungen

Montag, 13.07.

10:30 Uhr

ROJAVA: DER AUFBAU EINER FREIEN GESELLSCHAFT IN WESTKURDISTAN UND DEM MITTLEREN OSTEN AUS INTERNATIONALISTISCHER PERSPEKTIVE – TEIL 1: ROJAVA (Kampagne Tatort Kurdistan)

Der Aufbau der demokratischen Autonomie inmitten des Krieges Anfang 2014 haben die Kurd_innen in Nordsyrien gemeinsam mit den anderen ethnischen und religiösen Gruppen von Rojava die „Demokratische Autonomie“ in den Kantonen Cizîre, Afrin und Kobanî ausgerufen. Schon lange vor Beginn des Bürgerkrieges begann dort das Experiment einer demokratischen Erneuerung der Gesellschaft entlang von Ideen wie Kommunalismus und Räteorganisierung, wie sie unter anderem von Abdullah Öcalan in der Utopie eines demokratischen Konföderalismus vorgeschlagen wurden. Seit dem gewaltlosen Aufstand im Sommer 2012 findet offen der Aufbauprozess autonomer gesellschaftlicher Strukturen statt. Heute organisieren nahezu jeder Strassenzug und jedes Dorf das soziale und kulturelle Leben in kollektiver Art. Frauen und Jugendliche sind treibende Kräfte in der darauf aufbauenden Rätestruktur. Der Aufbau einer Selbstverwaltung abseits von Nationalstaat und Patriarchat ist erklärtermaßen der Versuch einer ethisch-politischen Revolution, die eine Möglichkeit für einen demokratischen Ausweg aus dem Chaos des Mittleren Ostens darstellen kann. Der Workshop soll einen Einblick in Ideen, Hintergründe, Fortschritte und Probleme bei der Umsetzung der Neugestaltung der Gesellschaft Westkurdistans / Nordsyriens geben.

Building Democratic Autonomy In the beginning of 2014 the kurdish people of northern syria together with oder ethnic and religious groups of Rojava proclaimed the democratic autonomy in the cantons of Cizîre, Afrin and Kobanî. Long before the outbreak of civil war they began an experiment of a democratic reformation of the society, referring to ideas like communalism and council organization, like Abdullah Öcalan proposed them in his utopian concept of democratic confederalism. Since the non-violent uprising in summer 2012 the process of formation of autonomous social structures is advancing. Today almost every street and every village organize their social and cultural life collectively. Women and youth are initiatively pushing things forward. The creation of self-government apart from nation state and patriarchy is declaredly the attempt of an ethic and political revolution, which could form an alternative solution to the chaos of Middle East. The workshop will be about the ideas, backgrounds, progress and problems of a quest to renew society.

16:00

TRADITIONELLE UND KRITISCHE THEORIE (Autodidaktische Initiative)

Der Workshop beschäftigt sich mit dem Aufsatz Traditionelle und kritische Theorie von 1937. Hierin beschreibt Max Horkheimer, damals Direktor des Instituts für Sozialforschung, die Grundzüge des theoretischen Vorhabens, welches er und seine Mitstreiter (Theodor W. Adorno, Erich Fromm, Leo Löwenthal, Herbert Marcuse und einige andere) seit den 1920er Jahren verfolgten.
Ziel es Workshops ist es anhand von Zitaten aus dem Text Unterschiede zwischen dem Anspruch der „Wissenschaft“ und dem der „Theorie“, speziell im Sinne der Kritischen Theorie herauszuarbeiten. Es wird einen kurzen Einstiegs-Input geben, der den Kontext des Aufsatzes kurz umreißt. Im Anschluss soll nah am Text und darüber hinaus über Wissenschaft, Theorie, Kritik und die eigene Haltung zu diesen Formen des Umgangs mit Wissen diskutiert werden.

Dienstag, 16.7.

10:30

ROJAVA: DER AUFBAU EINER FREIEN GESELLSCHAFT IN WESTKURDISTAN UND DEM MITTLEREN OSTEN AUS INTERNATIONALISTISCHER PERSPEKTIVE – TEIL 2: GLOBAL WERDEN DES DEMOKRATISCHEN KONFÖRDERALISMUS (Kampagne Tatort Kurdistan)

Die demokratische Autonomie als gesellschaftliches Organisationsprinzip jenseits von Staat und Patriarchat. Mit dem Aufbau der demokratischen Autonomie schlägt die kurdische Bewegung einen Ausweg aus dem Dilemma der kapitalistischen Moderne vor. Was bedeuten deren Ideen und Praktiken für eine globale revolutionäre Perspektive? Was können wir von dem Projekt der Selbstverwaltung in Rojava für den Aufbau der freien Gesellschaft lernen?

ZUR SUBJEKT-OBJEKT-STRUKTUR DES RASSISMUS (Isabelle)

Rassismus ist ein komplexes Phänomen und hat viele Gesichter. Dieser Vortrag mit anschließender Diskussion dreht sich um die Frage, wie Rassismus auf der Ebene des weißen Individuums reproduziert wird.

Das Ziel des Workshop ist es, einen Beitrag zu leisten, zu einem besseren Verständnis von Kolonialität und Rassismus als Elemente eines arbeitsteilig differenzierten, komplexen Herrschaftsverhältnisses, mit Rückgriff auf Zitate aus der dekolonialen Theorie sowie der Weißseinsforschung. Die Bedeutung der epistemischen und ontologischen Dimensionen dessen möchte ich Anhand eines Beispiels erläutern.

QOU VADIS COOP (Gemüsekooperative Rote Beete)

Ackererweiterung, die Coop als ein Netzwerk verschiedener Arbeitsbereiche (Bäckerei, Milchwirtschaft, Gesundheitswesen, elektro-Kfz-Club….) oder kleiner feiner Gemüsefanclub – mit oder ohne Mitarbeitskalender? Themen gibt es genug. Lasst uns schauen womit wir uns beschäftigen wollen.

16:00

BAUHANDSWERKSAUSBILDUNG IM KAPITALISMUS (Gruppe Auszubildende im Bauhandwerk)

Seit fast drei Jahren arbeiten einige Menschen in Leipzig an einer Broschüre von Auszubildenden im Bauhandwerk für Auszubildende im Bauhandwerk. Dabei wollen wir unsere Erfahrungen aus Kämpfen, die wir in der Ausbildung geführt oder von denen wir gehört haben, aufschreiben und anderen Auszubildenden zur Verfügung stellen. Auch einen Überblick über die rechtliche Lage soll es geben. Bei der Veranstaltung kann, wenn gewünscht, bisher Erarbeitetes vorstellt werden. Ansonsten können wir über das Projekt oder die
Situation von Auszubildenden diskutieren.

Mittwoch, 17.7.

10:30

ROJAVA: DER AUFBAU EINER FREIEN GESELLSCHAFT IN WESTKURDISTAN UND DEM MITTLEREN OSTEN AUS INTERNATIONALISTISCHER PERSPEKTIVE – TEIL 3: DAS VERSTÄNDNIS DER LEGITIMEN SELBSTVERTEIDIGUNG (Kampagne Tatort Kurdistan)

Theorie der Rose. Inmitten eines sich entgrenzenden Krieges im Mittleren Osten findet die Verteidigung der Revolution in Rojava auf allen Ebenen statt. Grundlage bildet die Theorie der legitimen Selbstverteidigung, die neben dem Militärischen auch die Organisation von juristischem und psychischen Widerstand sowie die Verteidigung durcha Öffentlichkeit und Mediation umfassen kann. Die legitime Selbstverteidigung bildet die Garantie für den Aufbauprozess der demokratischen Autonomie und ist notwendiger Bestandteil einer revolutionären Perspektive. Auf welchen Ebenen und auf welcher Grundlage müssen wir eine Verteidigung denken? Wie zusammen kämpfen?

FÖRDERMÖGLICHKEITEN FÜR DIE LÄNDLICHE ENTWICKLUNG (Regionalmanagement Delitzscher Land)

Anja Behrens berichtet über die Arbeit des Regionalmanagement Delitzscher Land, sowie über den aktuellen Stand, den Ablauf und die Bedingungen für die zukünftige Förderperiode.

PSYCHOLOGIE IM UMWELTSCHUTZ: ANSATZPUNKTE UND BARRIEREN FÜR UMWELTSCHÜTZENDES VERHALTEN (Initiative Psychologie im Umweltschutz)

Ein Schlüssel für erfolgreichen Umwelt- und Klimaschutz liegt im Verständnis des menschlichen Erleben und Verhaltens. Die psychologische Forschung leistet hierzu einen essentiellen Beitrag. Sie gibt Aufschluss darüber, welche Motivationskomponenten unser Handeln treiben und wie wir sie nutzen können, um umweltschützendes und suffizientes Verhalten zu erleichtern. Im Workshop möchten wir euch ein breites Spektrum der Umweltpsychologie vorstellen mit einem Fokus auf Motivation zum Handeln und Emotionen. Dabei stellen wir aktuelle Forschung und das „Handbuch zur Förderung umweltschützendem Verhaltens“ vor.

Wer wir sind?

Sebastian Neubert und Karen Hamann studieren an der Friedrich-Schiller-Universtität Jena Psychologie. Der Workshop ist angebunden an die Initiative Psychologie im Umweltschutz (IPU) e.V.

FALLSTRICK RECHTSREFORM – NETWERK STATT EIGENTUM (Stiftung- Projektwerkstatt auf Gegenseitigkeit), Fortsetzung um 16:00

Eingeladen sind Syndikate, Kommunen/Projekte mit Landwirtschaft und Stadtprojekte, um sich Auszutauschen über die Perspektive eines Verbundes mehrer Projekte eingebettet in einen größeren Zusammenhang in einer gemeinsamen Stiftung (Bsp.: PaG) statt vieler einzelner Vereine/ Genossenschaften…. Was für Vorteile und Probleme bringt das? Und wie kann man trotzdem seine Unabhängigkeit als Projekt wahren? Welcher Voraussetzungen bedarf es?

Dies sind spannende Fragen mit denen wir uns am Mi 15.7 in zwei Einheiten um 10.30-13.00 Uhr und um 16.00-19.00 Uhr beschäftigen werden.

16:00

GEMEINSAME, SOLIDARISCHE PERSPEKTIVEN FÜR EINE LINKE STREIKUNTERSTÜTZUNG (Streiksoli Bündnis)

Das Leipziger Streiksoli-Bündnis unterstützt seit Juni 2013 den Arbeitskampf der Leipziger Amazon-Kolleg_innen. Die politische Kontextualisierung und gezielte Verbindung von Arbeits- mit anderen sozialen Kämpfen sind für uns Möglichkeiten, um streikende Belegschaften zu stärken und den Kampf um Arbeitsverhältnisse wieder zum Schauplatz linker Politik zu machen. Grundlage dieser politischen Praxis ist aber nicht nur die Unterstützung der konkreten Forderungen der Streikenden gegenüber dem Betrieb und der bürgerlichen Öffentlichkeit, sondern auch die Überzeugung, dass eine allgemeine gesellschaftliche Gegenwehr gegen die Auflösung von tariflichen Bindungen, die Prekarisierung von Beschäftigungsverhältnissen, die Herrschaftsausübung innerhalb der Betriebe, den Abbau sozialer Rechte – und schließlich auch gegen das Lohnsystem im Ganzen – von diesen konkreten Auseinandersetzungen am Arbeitsplatz und in den Betrieben ihren Ausgang nehmen müssen. Hier nämlich wird erfahrbar, dass die eigenen Lebensumstände nicht naturgegeben sind und durch kollektives Handeln verändert werden können. Ein Erfolg in diesen Auseinandersetzungen, ist also nicht nur notwendig, um die Interessen der Lohnabhängigen zu verteidigen, sondern auch, um die Idee einer anderen Gesellschaftsordnung überhaupt wieder denk- und durchsetzbar werden zu lassen.

Donnerstag, 16.7.


10:30

KOHLE, KLIMA, KAPITALISMUS (Christopher)

Dieses Jahr findet der 21. UN-Klimagipfel statt. Auf diesem werden voraussichtlich keine Maßnahmen getroffen, die drastisch genug sind, um eine globale Erwärmung von 4 bis 6 Grad zu verhindern. Als Antwort darauf rufen soziale Bewegungen im Sommer zu massenhaften Blockaden im rheinischen Braunkohlerevier auf. In Deutschland ist letztes Jahr die Energiewende ausgebremst worden, gleichzeitig wird aber über einen Kohleausstieg diskutiert. Leipzig wird von einem der dreckigsten Kraftwerke Europas versorgt, für dessen Braunkohlezufuhr ganze Dörfer zerstört werden. Wir müssen also reden. Über Kohle. Über die Zerstörung ganzer Landstriche. Über den Klimawandel. Über Zwangsumsiedlungen. Und über unser Wirtschaftssystem.

Dieser Workshop ist als inhaltliche Vorbereitung für das Aktionstraining am Freitag gedacht. Bei Interesse können wir am Nachmittag weiterdiskutieren.

ÜBLAK 1: ANFALLENDE ARBEIT (weitere Termine um 16:00 + Freitag 10:30)

Auf dem Camp in Sehlis findet vom 21~ 23. Juli eine überregionale Akademie statt. Die Überschrift unter dem es steht ist „Üblak 1: anfallende Arbeit“. Damit soll unsere Auffassung deutlich gemacht werden, dass es nötig ist etwas zu tun, zu ändern und anzustellen von und an dem Begriff und unserem Verhältnisz zur Arbeit, (das Thema, dass uns anfällt es zu verhandeln).
In den kommenden zwei Tagen/ drei Blöcken drehen wir uns um, sprechen wir also über die Arbeit.
Dazu bedienen wir uns an Auszügen aus dem von Hannah Arendt verfassten Werk Vita Activa; wollen dort jedoch nicht stehenbleiben, sondern überlegen auf welchem Weg sich Strukturen erschaffen lieszen, die unsere Tätigkeiten, Interessen und anstehende Arbeiten miteinander in Kontakt setzen, und die es uns möglich machen Arbeitsprozesse zu unterstützen, neue aufzunehmen, Orte zu wechseln, uns kennenzulernen…

DIE KULTUR DES WACHSTUMS: NICHT IMMER MEHR HABEN WOLLEN MÜSSEN – Teil 1 (Christoph, Konzeptwerk Neue Ökonomie)

Wieso gibt es eine so große Kluft zwischen unserem Wissen und unserem (alltäglichen) Handeln in Bezug auf eine sozial-ökologische Transformation? Wieso sind wir eigentlich ganz anders, kommen aber so selten dazu? Dieser methodisch vielfältige Workshop beschäftigt sich mit unseren meist verborgenen mentalen Infrastrukturen des Wachstums. Damit sind tief verinnerlichte Vorstellungen, Routinen und Empfindungen über uns selbst und die Welt gemeint, die unser alltägliches Handeln und unsere Emotionen prägen, und die vor allem unseren Wunsch nach Steigerung und „immer mehr“ bedingen. Im Einzelnen wollen wir uns mit kulturellen Aspekten der sozialen Beschleunigung sowie der Verinnerlichung von Selbstoptimierung und ökonomischen Denkens beschäftigen. Ein Fokus soll auf unseren modernen gesellschaftlichen Naturverhältnissen liegen. Hier geht es um unsere grundsätzliche Wahrnehmung von Nicht-Menschen sowie die daraus resultierende Ausbeutung äußerer und innerer Natur. Schließlich nehmen wir uns Zeit, Möglichkeiten der Veränderung unserer mentalen Infrastrukturen zu diskutieren.

16:00

AKTIONSTRAINING ENDE GELÄNDE

Am Wochenende 14. bis 16. August 2015 werden viele hundert Menschen in einer Aktion zivilen Ungehorsams den größten CO2-Verursacher Europas – die Tagebaue im rheinischen Braunkohlerevier bei Köln – lahmlegen. Unsere Aktion wird ein Bild der Vielfalt, Kreativität und Offenheit: Einige protestieren an der Abbruchkante, andere blockieren im Tagebau die Bagger. Wir sagen: Keinen Meter weiter, hier ist Ende Gelände!

Im Aktionstraining wird eine theoretische und praktische Einführung in Zivilen Ungehorsam/Direkte Aktion gegeben und auch Fragen zu Ende Gelände beantwortet: Was ist eine Bezugsgruppe? Welche Aktionsformen gibt es? Wie mit der Polizei umgehen? Welche rechtlichen Konsequenzen kann es geben?

EINSTIEG IN LINUX TERMINAL UND ADMINISTRATION (sublab)

Ein Workshop für alle die lernen wollen wie sie sich selber helfen können wenn ihr Linux mal nicht macht was es soll. Wenn mensch sich entschließt auf das Open Source Betriebssystem Linux umzusteigen ist das erst mal recht leicht. Aber wenn mal Probleme auftreten sind die Tipps und Anleitungen aus dem Internet oft mit dem sogenannten Terminal verbunden. Dieses Tool ist eine sehr vielseitige Schnittstelle zwischen Mensch und Linux, die bei vielen Einsteiger_innen einen riesen Respekt einflößt. In diesem Workshop sollen Schritt für Schritt ein paar Grundlagen erlernt werden. Es wird eine Mischung aus kurzen Inputs und Übungen sein. Darum wäre es gut wenn ihr einen Computer mitbringt. Wir werden zusammen unser Tempo festlegen und aufpassen dass alle sich wohl fühlen. Da in vielen Nerdkreisen immer wieder ein abschreckender Sexismus gegenüber Frauen* vorkommt soll hier eine besondere Einladung an FLTI* and friends ausgesprochen werden.

DIE KULTUR DES WACHSTUMS: NICHT IMMER MEHR HABEN WOLLEN MÜSSEN – Teil 2 (Christoph, Konzeptwerk Neue Ökonomie)

Beschreibung siehe oben

Freitag, 17.07.

10:30

ENTSCHEIDEN WIR KOLLEKTIV ODER ENTSCHEIDEN WIR ANONYM? ODER ETWAS DAZWISCHEN? DISKUSSION ÜBER DEN ENTWICKLUNGSPROZESS DER ANONYMEN BIETRUNDE IN DER ROTEN BEETE. (Pheli)

In dem Workshop mache ich kurz die Parallele zwischen dem Prinzip der Anonymen Bietrunde und der „Subjektiver Werttheorie“ in der Volkswirtschaftslehre auf.Dann würde ich gern mit euch besprechen, was es bedeutet gemeinsam oder anonym über Finanzen zu entscheiden. Inwieweit können anonyme Entscheidungen auch kollektive Entscheidungen sein? Wie werden kollektive Organisation und individuelle Freiheit balanciert?

16:00

AGRIFOOD-STUDIES: KRITISCHE FORSCHUNG ZUR GLOBALISIERTEN NAHRUNGSMITTELPRODUKTION (Sarah Sippel)

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem globalen Ernährungssystem hat seit Anfang der 2000er Jahre deutlich zugenommen. Zunächst vor allem aus dem anglophonen Sprachraum kommend hat sich mit den »Agri-Food-Studies« ein breites und interdisziplinäres Forschungsfeld herausgebildet. Trotz aller Diversität lassen sich jedoch ein gemeinsamer Forschungsgegenstand und ein zentrales Anliegen identifizieren: Im Fokus der Betrachtung stehen das globale Ernährungssystem und die Beziehungen zwischen den Akteuren, die dieses gestalten. Die Art und Weise, wie unser Ernährungssystem organisiert ist, so die Annahme, gibt Auskunft über gesellschaftliche Machtverhältnisse und damit verbundene Ungleichheiten. Diese gilt es jedoch nicht nur zu analysieren und aufzudecken, sondern auch mitzugestalten und zu verändern. Ungleichheiten sollen nicht allein kritisiert, sondern auch in ihren Konsequenzen bewertet werden.

WOK AM WEG – KOCHEN GEGEN DEN STROM (Resi Lenz)

Alltäglich Klima und Kasse schonen mit dem kleinen Krisenherd: transportable Pflanzenöl – Feuerstellen ganz einfach gefertigt für Suppe, Brot und Braten!
Praxisstunde mit Verkostung/ Selbstherstellung eines Docht-Kochers

SCHNITTMENGEN VON TTIP & FREIHANDELSKRITIK MIT ANDEREN LINKEN THEMENGEBIETEN (Netzwerk Vorsicht Freihandel)

Wir würden passend zur Vernetzungthematik des Camps gern beleuchten, wo es gemeinsame Probleme und Lösungen zwischen uns und weiteren „erprobten“ linken Themen gibt. Beispiele für könnten sich in den Bereichen Flucht, Landwirtschaft & Gentechnik, Wirtschaftswachsum oder Energieerzeugung finden, die ebenfalls durch Handelsabkommen beeinflusst werden. Optimal wäre, wenn die TeilnehmerInnen Wissen und Erfahrungen aus ihren Themengebieten beisteuern, so dass ein gegenseitiger Erkenntnisgewinn entsteht.

ZUSAMMEN SIND WIR WENIGER ALLEIN – WIE GRÜNDE ICH EINE GEMEINSAME ÖKONOMIE? (Freund*innen der gemeinsamen Ökonomie)

Lasst uns all unser Geld zusammen werfen und aus einem Portemonnaie leben! Das gibt es sonst nur in Familien. Oder eben in gemeinsamen bzw. solidarischen Ökonomien. Gründe das zu tun gibt es viele und auch diverse Formen. Das können z.B. ein paar Freund_innen sein, die zusammen wohnen oder nur in der gleichen Stadt. Das können Kommunen sein oder
ganze Netzwerke von über 50 Leuten.

Wie das genaue funktioniert, was es für Gründe, Probleme und Ängste gibt wollen wir in diesem Workshop herausfinden. Einsteiger_innen können sich hier über Fragen und Hindernisse austauschen.Und vielleicht finden sich ja hier gleich ein paar Leute die das dann in die Tat umsetzen. Aber auch Leute die schon in solchen Ökonomien leben sind herzlich eingeladen hier ihre Erfahrungen einzubringen.